Deebex

Electro
27:33
Nils Kugelmann
Deebex

“Seit 2014 macht Nils unter dem Namen Deebex Musik. Doch eigentlich – so liest sich das normalerweise bei den klassischen Solisten – macht er quasi schon immer Musik, von Geburt an sozusagen, denn auch er benutzt die viel gehörte Formulierung eines musikalischen Elternhauses: „Schon bevor ich denken konnte, wurde mir vorgesungen und klassische Musik vorgespielt. Zudem war es mir immer möglich, mich musikalisch auszuleben“, erklärt er. 

Als Jugendlicher fing er an, sich an elektronischer Komposition zu probieren. Im Internet hat er mittlerweile seine Songs veröffentlicht. Und die Freiheit, mit der er da in der sonst an Dogmen ebenfalls nicht armen Elektro-Szene durch die Genres pflügt, ist neuartig: Da treffen hackelnde Dub-Step-Synthie-Bässe auf melancholische Klezmer-Klarinetten. Da geschehen sanft atonale Harmonie-Experimente – in einem Song, der energetisch klar als Hymne angelegt ist. Und: Nils singt auf seine Stücke, wenn auch nicht in dem Sinne, in dem normalerweise die Stimme als Hauptbezugspunkt durch einen Popsong führt. Nils lässt seine Text-Phrasen und Vokal-Fragmente eher vereinzelt in die Musik tropfen, wenn sie gerade passen. Ein groovend Blues-poppiges Klavier im Song „Dreams“ begleitet von einer Jazz-Klarinette und Klacker-Percussion ist dabei auf ähnliche Weise seltsam und eingängig zugleich wie die fast sehr komprimierten und auf Anschlag pumpenden Synthesizer in „Darklight“.” – Rita Argauer (15.06.17 – SZ-Junge Leute: Band der Woche)